PIM richtig kalkulieren: Ist-Kosten, Nutzenhebel, TCO und ROI – Leitfaden für Handel, Konsumgüter und Industrie
Bevor Sie Nutzenhebel und Lösungen diskutieren, brauchen Sie belastbare Zahlen zur heutigen Kostenstruktur. Ziel ist es, alle relevanten Aufwände zu monetarisieren und auf wiederkehrender Basis messbar zu machen. Empfohlenes Vorgehen in 4 Schritten: Prozesslandkarte erstellen: Wo entstehen Produktdaten? (Entwicklung, Einkauf, Produktmanagement) Wo werden sie gepflegt? (ERP, Excel, E-Mail, DAM) Wo werden sie genutzt? (Shop, Marktplätze, Händlerportale, Print, Logistik) Daten- und Systeminventur: Quellen, Formate, Sprachen, Lokalisierungen Schnittstellen/APIs, Im-/Exporte, Medienbrüche Zeit- und Fehlerkosten erfassen (4–6 Wochen Messzeitraum): Tätigkeiten, Häufigkeit, Dauer pro Tätigkeit, beteiligte Rollen/FTEs Fehlerarten, Korrekturschleifen, Retouren-/Chargeback-Ursachen Monetarisierung: Personalkosten: Stunden × Vollkosten-Stundensatz Externe Kosten: Rechnungen (Übersetzung, DTP, Agenturen) Fehler-/Retourenkosten: Anzahl × Durchschnittskosten pro Fall Opportunitätskosten: Verzögerungen × entgangene Deckungsbeiträge Typische Ist-Kostenblöcke, die Sie quantifizieren sollten: Dezentrale Datenhaltung und doppelte Pflege Mehrfachpflege in ERP, CMS, Excel Wiedervorlagen und manuelle Katalogabgleiche Korrekturen und Nacharbeiten Fehlende Pflichtattribute, falsche Maßeinheiten, inkonsistente Bezeichnungen Korrekturschleifen zwischen Produktmanagement, Vertrieb, […]